Alle Begriffe
- i-Kfz (internetbasierte Fahrzeugzulassung)
- Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
- Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
- Sicherheitscode
- Stempelplakette
- eVB-Nummer
- Vorläufiger Zulassungsnachweis
- Zulassungsvollmacht (Anlage 12 FZV)
- Qualifizierte elektronische Signatur (QES)
- Dauervollmacht
- Großkundenschnittstelle (GKS)
- Kraftfahrt-Bundesamt (KBA)
- Zulassungsbehörde und Zulassungsbezirk
- Neuzulassung
- Tageszulassung
- Umschreibung (mit oder ohne Halterwechsel)
- Wiederzulassung
- Abmeldung (Außerbetriebsetzung)
- Halter
- Hauptuntersuchung (HU) und Sicherheitsprüfung (SP)
- SEPA-Lastschriftmandat (Kfz-Steuer)
- Wunschkennzeichen
- E-, Saison- und H-Kennzeichen
- Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN)
- HSN/TSN (Hersteller- und Typschlüsselnummer)
- Online-Ausweisfunktion (eID)
- Auftragsverarbeitung (AVV)
- XRechnung (E-Rechnung nach EN 16931)
- i-Kfz Stufe 4
- Sofortige Inbetriebsetzung
- Unternehmenskonto BUND
- Umweltplakette (Feinstaubplakette)
- Wechselkennzeichen
- Kurzzeitkennzeichen
- Rotes Kennzeichen (06)
- Ausfuhrkennzeichen
- Wohnsitzwechsel (Adressänderung)
- Verwertungsnachweis
- Grünes Kennzeichen
- Großkunde (KBA)
- Prüfziffer (HU-Bericht)
- GebOSt (Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr)
- Kennzeichenreservierung
- Selbstfahrervermietfahrzeug
- CoC (Übereinstimmungsbescheinigung)
i-Kfz (internetbasierte Fahrzeugzulassung)
Das bundesweite Verfahren der Zulassungsbehörden, mit dem Fahrzeuge online zugelassen, umgeschrieben, wieder zugelassen und abgemeldet werden. Anträge werden automatisiert geprüft und sofort entschieden.
Warum das für Händler zählt: Seit September 2023 steht i-Kfz laut Bundesverkehrsministerium auch juristischen Personen offen – also Autohäusern, Flotten und Zulassungsdiensten.
Beispiel / Abgrenzung: Abgrenzung: Das i-Kfz-Portal ist der Zugang je Behörde; die Großkundenschnittstelle ist der technische Zugang für hohe Volumen.
Mehr dazu: Digitale Kfz-Zulassung im Autohaus: der komplette Leitfaden · i-Kfz für Unternehmen und Händler: Portal, Großkundenschnittstelle oder Dienst
Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
Das Dokument, das im Fahrzeug mitgeführt wird. Exemplare, die nach dem 01.01.2015 ausgestellt wurden, tragen einen verdeckten Sicherheitscode.
Warum das für Händler zählt: Ihr Code wird für Abmeldung und Umschreibung gebraucht – und nach der Abmeldung noch einmal für die Wiederzulassung.
Beispiel / Abgrenzung: Nach einer Abmeldung ist die Teil I entwertet, aber nicht wertlos: ohne sie keine digitale Wiederzulassung.
Mehr dazu: Kfz-Abmeldung online: Fahrzeuge digital außer Betrieb setzen – für Händler und Flotten · Wiederzulassung online: abgemeldete Fahrzeuge digital wieder in Betrieb setzen
Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
Das Eigentumsnachweis-Dokument des Fahrzeugs. Exemplare ab dem 01.01.2018 tragen einen verdeckten Sicherheitscode, der für Neuzulassung, Wiederzulassung mit Halterwechsel und Tageszulassung gebraucht wird.
Warum das für Händler zählt: Ohne Teil II mit Code ist eine digitale Neuzulassung nicht möglich; ältere Papiere gehen nur vor Ort.
Beispiel / Abgrenzung: Die Vollmacht nach Anlage 12 FZV kann festlegen, dass die Teil II an einen Dritten geht – etwa die finanzierende Bank.
Mehr dazu: Neuzulassung online: Neuwagen digital zulassen und am selben Tag übergeben · Zulassungsbescheinigung Teil II verloren: Ablauf, Fristen und Folgen für den Handel · Zulassungsvollmacht digital: So lässt das Autohaus rechtssicher für den Kunden zu
Sicherheitscode
Eine verdeckte Zeichenfolge auf Zulassungsbescheinigung Teil I, Teil II und den Stempelplaketten. Sie wird freigelegt (abgezogen oder freigerubbelt) und im Antrag eingegeben.
Warum das für Händler zählt: Ein freigelegter oder beschädigter Code entwertet das Dokument bzw. die Plakette – deshalb erst freilegen, wenn der Vorgang wirklich startet.
Beispiel / Abgrenzung: Häufigster Lesefehler: kleines l und großes I, O und 0.
Mehr dazu: Sicherheitscode freilegen: Zulassungsbescheinigung Teil I, Teil II und Stempelplaketten · Digitale Kfz-Zulassung im Autohaus: der komplette Leitfaden
Stempelplakette
Das Siegel der Zulassungsbehörde auf dem Kennzeichen. Bei neueren Plaketten liegt unter einer Abdeckung ein Sicherheitscode.
Warum das für Händler zählt: Für die Abmeldung werden die Codes beider Plaketten gebraucht. Sobald die Abdeckung abgezogen ist, ist das Kennzeichen ungültig.
Beispiel / Abgrenzung: Die neuen Plaketten kommen nach einer digitalen Zulassung per Post und müssen innerhalb von 10 Tagen angebracht sein.
Mehr dazu: Kfz-Abmeldung online: Fahrzeuge digital außer Betrieb setzen – für Händler und Flotten · Kennzeichen im digitalen Zulassungsvorgang: eigene Presse oder Bestellung mit Versand
eVB-Nummer
Die elektronische Versicherungsbestätigung der Kfz-Haftpflicht. Sie wird im Antrag angegeben und laut FZV elektronisch beim Versicherer verifiziert.
Warum das für Händler zählt: Pflicht bei Neuzulassung, Umschreibung, Wiederzulassung und Tageszulassung; nicht bei der Abmeldung. Sie muss auf den künftigen Halter lauten.
Beispiel / Abgrenzung: Typischer Fehler: eVB auf die Firma statt auf den Inhaber, oder bereits für ein anderes Fahrzeug verbraucht.
Mehr dazu: eVB-Nummer bei der Kfz-Zulassung: der Nachweis der Haftpflicht im digitalen Antrag
Vorläufiger Zulassungsnachweis
Ein Ausdruck, der nach der automatisierten Entscheidung sofort online bereitsteht und sichtbar im Fahrzeug ausgelegt wird. Er erlaubt die Teilnahme am Straßenverkehr für 10 Tage.
Warum das für Händler zählt: Damit übergibt das Autohaus das Fahrzeug am selben Tag – bevor Papiere und Plaketten per Post kommen.
Beispiel / Abgrenzung: Der Nachweis muss innerhalb von 30 Minuten nach der Entscheidung abgerufen werden; sonst ist keine sofortige Inbetriebsetzung möglich.
Mehr dazu: Neuzulassung online: Neuwagen digital zulassen und am selben Tag übergeben
Zulassungsvollmacht (Anlage 12 FZV)
Die Bevollmächtigung, mit der ein Halter ein Autohaus oder einen Dienst beauftragt, den Zulassungsantrag für ihn zu stellen. Inhalt und Pflichtangaben stehen in Anlage 12 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung.
Warum das für Händler zählt: Ohne gültige Vollmacht kann das Autohaus nicht für den Kunden zulassen. Bei Firmen muss die unterschreibende Person vertretungsberechtigt sein.
Beispiel / Abgrenzung: Option 1 = Einzelzulassung für ein Fahrzeug, Option 2 = Mehrfachzulassung für bis zu 100 Fahrzeuge in einer Liste.
Mehr dazu: Zulassungsvollmacht digital: So lässt das Autohaus rechtssicher für den Kunden zu
Qualifizierte elektronische Signatur (QES)
Die höchste Stufe der elektronischen Signatur nach der EU-Verordnung eIDAS (910/2014). Sie ist der handschriftlichen Unterschrift rechtlich gleichgestellt und wird nach Identifizierung der Person erzeugt.
Warum das für Händler zählt: Bei Zevra signiert der Halter Vollmacht und SEPA-Mandat per QES am Smartphone – ohne freigeschalteten Online-Ausweis.
Beispiel / Abgrenzung: Abgrenzung: Eine einfache E-Mail-Bestätigung oder eine gezeichnete Unterschrift auf dem Bildschirm ist keine QES.
Mehr dazu: Zulassungsvollmacht digital: So lässt das Autohaus rechtssicher für den Kunden zu · Kfz-Zulassung ohne Online-Ausweis: Warum der Kunde keine eID braucht, wenn das Autohaus zulässt
Dauervollmacht
Eine einmal erteilte Vollmacht eines Betriebs für alle Fahrzeuge, bei denen der Betrieb selbst Halter ist – Tageszulassungen, Vorführwagen, eigener Fuhrpark.
Warum das für Händler zählt: Danach startet jeder weitere Vorgang ohne neue Unterschrift. Bei Zevra ist sie im Preis enthalten.
Beispiel / Abgrenzung: Für Kundenfahrzeuge gilt sie nicht – dort signiert jeweils der Kunde als Halter.
Mehr dazu: Tageszulassung online: Erstzulassung für einen Kalendertag – digital aus dem Autohaus · Zulassungsvollmacht digital: So lässt das Autohaus rechtssicher für den Kunden zu
Großkundenschnittstelle (GKS)
Der technische Zugang des Kraftfahrt-Bundesamts zum i-Kfz-Verfahren für Antragsteller mit hohem Volumen. Großkunden sind laut KBA juristische Personen des Privatrechts mit regelmäßig mehr als 500 Zulassungsanträgen pro Jahr.
Warum das für Händler zählt: Für ein einzelnes Autohaus ist die Schwelle meist nicht erreichbar; ein angebundener Dienst wie Zevra reicht ohne eigene Registrierung ein.
Beispiel / Abgrenzung: Die Anbindung von Zevra erfolgt in Kooperation mit der Sunstone UG (haftungsbeschränkt).
Mehr dazu: i-Kfz für Unternehmen und Händler: Portal, Großkundenschnittstelle oder Dienst
Kraftfahrt-Bundesamt (KBA)
Die Bundesbehörde in Flensburg, die unter anderem das Zentrale Fahrzeugregister führt und die Großkundenschnittstelle betreibt.
Warum das für Händler zählt: Jeder digitale Antrag wird gegen das Zentrale Fahrzeugregister geprüft – etwa, ob ein Fahrzeug bereits außer Betrieb gesetzt ist.
Beispiel / Abgrenzung: Das KBA entscheidet nicht über den Antrag; das tut die örtliche Zulassungsbehörde.
Mehr dazu: i-Kfz für Unternehmen und Händler: Portal, Großkundenschnittstelle oder Dienst
Zulassungsbehörde und Zulassungsbezirk
Die Behörde, die für den Wohnsitz bzw. Sitz des Halters zuständig ist. Ihr Bezirk bestimmt das Unterscheidungszeichen am Anfang des Kennzeichens.
Warum das für Händler zählt: Nicht der Standort des Autohauses zählt, sondern der des Halters. Digital spielt die Entfernung keine Rolle.
Beispiel / Abgrenzung: Ein Händler in Dorsten lässt für einen Kunden in München zu – das Fahrzeug bekommt ein Münchner Kennzeichen.
Mehr dazu: Kfz-Zulassung durch den Händler – auch in einem anderen Bundesland
Neuzulassung
Die erstmalige Zulassung eines Fahrzeugs. Gebraucht werden Zulassungsbescheinigung Teil II mit Sicherheitscode, eVB-Nummer und SEPA-Mandat des Halters.
Warum das für Händler zählt: Der Standardvorgang im Neuwagengeschäft – digital mit vorläufigem Zulassungsnachweis und Übergabe am selben Tag.
Beispiel / Abgrenzung: Abgrenzung: Die Tageszulassung ist ebenfalls eine Erstzulassung, aber mit automatischer Außerbetriebsetzung am selben Tag.
Mehr dazu: Neuzulassung online: Neuwagen digital zulassen und am selben Tag übergeben
Tageszulassung
Eine Erstzulassung mit gleichzeitiger automatisierter Außerbetriebsetzung am selben Kalendertag. Sie richtet sich laut Bundesverkehrsministerium vor allem an Kfz-Betriebe und Hersteller.
Warum das für Händler zählt: Das Fahrzeug gilt danach als Gebrauchtwagen mit einem Vorbesitzer; der Verkauf läuft als Wiederzulassung mit Halterwechsel.
Beispiel / Abgrenzung: Die Zulassungsbescheinigung Teil I der Tageszulassung gehört in die Fahrzeugakte – ihr Code wird beim Verkauf gebraucht.
Mehr dazu: Tageszulassung online: Erstzulassung für einen Kalendertag – digital aus dem Autohaus
Umschreibung (mit oder ohne Halterwechsel)
Die Änderung einer bestehenden Zulassung: mit Halterwechsel beim Verkauf eines Gebrauchtwagens, ohne Halterwechsel bei Adress- oder Standortwechsel.
Warum das für Händler zählt: Der Standardvorgang im Gebrauchtwagenhandel. Das Kennzeichen kann mitgenommen werden.
Beispiel / Abgrenzung: Ist das Fahrzeug zwischenzeitlich abgemeldet, ist der richtige Vorgang die Wiederzulassung, nicht die Umschreibung.
Mehr dazu: Umschreibung online: Gebrauchtwagen digital auf den Käufer ummelden
Wiederzulassung
Die erneute Zulassung eines außer Betrieb gesetzten Fahrzeugs – auf den bisherigen oder einen neuen Halter.
Warum das für Händler zählt: Der Vorgang scheitert im Handel am häufigsten an der fehlenden entwerteten Zulassungsbescheinigung Teil I.
Beispiel / Abgrenzung: Bei Halterwechsel wird zusätzlich der Code der Teil II gebraucht; eine gültige HU wird automatisch geprüft.
Mehr dazu: Wiederzulassung online: abgemeldete Fahrzeuge digital wieder in Betrieb setzen
Abmeldung (Außerbetriebsetzung)
Das Fahrzeug wird aus dem Verkehr genommen. Digital genügen die Sicherheitscodes von Zulassungsbescheinigung Teil I und Stempelplaketten – eine Identifizierung des Halters ist nicht erforderlich.
Warum das für Händler zählt: Der schnellste digitale Vorgang: Ankauf, Rückläufer, Export, Verschrottung ohne Mitwirkung des Kunden.
Beispiel / Abgrenzung: Häufigster Ablehnungsgrund: Das Fahrzeug ist bereits abgemeldet.
Mehr dazu: Kfz-Abmeldung online: Fahrzeuge digital außer Betrieb setzen – für Händler und Flotten
Halter
Die Person oder das Unternehmen, auf das ein Fahrzeug zugelassen ist und die es tatsächlich nutzt oder nutzen lässt. Der Halter ist nicht zwingend der Eigentümer.
Warum das für Händler zählt: Der Halter erteilt die Vollmacht, stellt die eVB und das SEPA-Mandat – und bestimmt den Zulassungsbezirk.
Beispiel / Abgrenzung: Beim Leasing ist meist die Leasinggesellschaft Halterin, der Kunde fährt.
Mehr dazu: Zulassungsvollmacht digital: So lässt das Autohaus rechtssicher für den Kunden zu
Hauptuntersuchung (HU) und Sicherheitsprüfung (SP)
Die regelmäßige technische Prüfung des Fahrzeugs; bei bestimmten Fahrzeugtypen zusätzlich die Sicherheitsprüfung.
Warum das für Händler zählt: Bei Umschreibung und Wiederzulassung wird eine gültige HU im Verfahren automatisch geprüft – mit abgelaufener HU kein positiver Abschluss.
Beispiel / Abgrenzung: Fahrzeuge, die länger standen, scheitern oft genau hier.
Mehr dazu: Wiederzulassung online: abgemeldete Fahrzeuge digital wieder in Betrieb setzen · Umschreibung online: Gebrauchtwagen digital auf den Käufer ummelden
SEPA-Lastschriftmandat (Kfz-Steuer)
Die Einzugsermächtigung des Halters für die Kraftfahrzeugsteuer, die im digitalen Antrag mit IBAN hinterlegt und im Verfahren verifiziert wird.
Warum das für Händler zählt: Ohne SEPA-Mandat keine Zulassung. Bei Zevra wird es zusammen mit der Vollmacht in einer QES-Signatur unterschrieben.
Beispiel / Abgrenzung: Kfz-Steuerrückstände des Halters werden im Verfahren automatisch geprüft.
Mehr dazu: Neuzulassung online: Neuwagen digital zulassen und am selben Tag übergeben
Wunschkennzeichen
Eine selbst gewählte Buchstaben-Zahlen-Kombination hinter dem Unterscheidungszeichen, die reserviert und im Antrag angegeben wird.
Warum das für Händler zählt: Im Händlerportal wird das Kennzeichen im Vorgang reserviert; die Schilder kommen aus der eigenen Presse oder per Versand.
Beispiel / Abgrenzung: Abgrenzung: „nächstes freies Kennzeichen“ wird von der Behörde vergeben, ein reserviertes Kennzeichen vom Antragsteller.
Mehr dazu: Kennzeichen im digitalen Zulassungsvorgang: eigene Presse oder Bestellung mit Versand
E-, Saison- und H-Kennzeichen
Kennzeichenarten für Elektrofahrzeuge (E), für einen Betriebszeitraum im Jahr (Saison) und für Oldtimer (H). Laut Bundesverkehrsministerium sind alle drei im i-Kfz-Verfahren wählbar.
Warum das für Händler zählt: Bei E-Kennzeichen wird das E nicht geprägt eingegeben, sondern als Kennzeichenart markiert – Zevra setzt das im Antrag automatisch um.
Beispiel / Abgrenzung: Vermieter nutzen Saisonkennzeichen für Fahrzeuge, die nur im Sommer laufen.
Mehr dazu: Kennzeichen im digitalen Zulassungsvorgang: eigene Presse oder Bestellung mit Versand
Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN)
Die 17-stellige, weltweit eindeutige Nummer eines Fahrzeugs. Sie steht in beiden Zulassungsbescheinigungen und am Fahrzeug.
Warum das für Händler zählt: Jeder digitale Antrag beginnt mit der FIN; die Texterkennung im Zevra-Portal schlägt sie aus dem hochgeladenen Dokument vor.
Beispiel / Abgrenzung: Für noch nicht produzierte Fahrzeuge kann die Vollmacht stattdessen HSN/TSN nennen.
Mehr dazu: Digitale Kfz-Zulassung im Autohaus: der komplette Leitfaden
HSN/TSN (Hersteller- und Typschlüsselnummer)
Die Schlüsselnummern, die Hersteller und Fahrzeugtyp eindeutig bezeichnen. Sie stehen in der Zulassungsbescheinigung Teil I unter 2.1 und 2.2.
Warum das für Händler zählt: Anlage 12 FZV erlaubt eine Vollmacht für noch nicht produzierte Fahrzeuge über HSN/TSN – relevant für Hersteller und Importeure.
Beispiel / Abgrenzung: Mit HSN/TSN lässt sich auch die Versicherungseinstufung bestimmen.
Mehr dazu: Zulassungsvollmacht digital: So lässt das Autohaus rechtssicher für den Kunden zu
Online-Ausweisfunktion (eID)
Die Funktion des Personalausweises, der eID-Karte oder des elektronischen Aufenthaltstitels, sich online mit PIN auszuweisen – über die AusweisApp oder ein Kartenlesegerät.
Warum das für Händler zählt: Im i-Kfz-Portal müssen sich Privatpersonen damit identifizieren. Lässt das Autohaus per Vollmacht zu, braucht der Kunde keine eID.
Beispiel / Abgrenzung: Alternative im Portal: BundID mit ELSTER-Zertifikat; für Unternehmen das Unternehmenskonto mit ELSTER-Zertifikat.
Mehr dazu: Kfz-Zulassung ohne Online-Ausweis: Warum der Kunde keine eID braucht, wenn das Autohaus zulässt
Auftragsverarbeitung (AVV)
Der Vertrag nach Art. 28 DSGVO, mit dem ein Unternehmen einen Dienstleister beauftragt, personenbezogene Daten in seinem Auftrag zu verarbeiten.
Warum das für Händler zählt: Das Autohaus übergibt Zevra Ausweiskopien, Fahrzeugpapiere und Bankdaten seiner Kunden – dafür ist ein AVV nötig.
Beispiel / Abgrenzung: Zevra stellt den AVV vor dem ersten Vorgang bereit; Unterauftragsverarbeiter sind in der Datensicherheitsseite genannt.
XRechnung (E-Rechnung nach EN 16931)
Das strukturierte, maschinenlesbare Rechnungsformat nach der europäischen Norm EN 16931. Eine PDF ist keine E-Rechnung im Sinne des Gesetzes.
Warum das für Händler zählt: Der Empfang von E-Rechnungen ist für Unternehmen in Deutschland seit 2025 Pflicht; Zevra liefert die Sammelrechnung als PDF und als XRechnung.
Beispiel / Abgrenzung: Die XRechnung lässt sich direkt in Buchhaltungssysteme importieren.
i-Kfz Stufe 4
Die Ausbaustufe der internetbasierten Fahrzeugzulassung, mit der juristische Personen erstmals Erstzulassung, Umschreibung, Wiederzulassung und Außerbetriebsetzung online nutzen können.
Warum das für Händler zählt: Seit September 2023 können Autohäuser und Flotten damit selbst oder über einen angebundenen Dienst digital zulassen; neu sind auch Tageszulassung und vollautomatische Entscheidung.
Beispiel / Abgrenzung: Abgrenzung: Stufe 4 beschreibt den Funktionsumfang des Verfahrens; die Großkundenschnittstelle ist einer der Zugänge dazu.
Mehr dazu: i-Kfz Stufe 4: Was ist neu – und was bedeutet das für Autohäuser?
Sofortige Inbetriebsetzung
Die Teilnahme am Straßenverkehr direkt nach der Bekanntgabe des Zulassungsbescheids – auch ohne gestempelte Kennzeichen, mit einem vorläufigen Nachweis.
Warum das für Händler zählt: Der Nachweis gilt 10 Tage ab Abruf; das Fahrzeug kann am Verkaufstag übergeben werden.
Beispiel / Abgrenzung: Die Behörde versendet die Unterlagen innerhalb von sechs Tagen nach Beantragung per Post.
Mehr dazu: i-Kfz Stufe 4: Was ist neu – und was bedeutet das für Autohäuser?
Unternehmenskonto BUND
Das Organisationskonto, mit dem sich juristische Personen in den i-Kfz-Portalen identifizieren – auf Basis eines ELSTER-Zertifikats.
Warum das für Händler zählt: Ohne Unternehmenskonto kann ein Betrieb das i-Kfz-Portal nicht selbst nutzen.
Beispiel / Abgrenzung: Beim Weg über Zevra arbeitet das Autohaus mit dem Händlerkonto und einer Vollmacht des Halters.
Mehr dazu: i-Kfz Stufe 4: Was ist neu – und was bedeutet das für Autohäuser?
Umweltplakette (Feinstaubplakette)
Die Plakette nach der 35. BImSchV, die Fahrzeuge der Schadstoffgruppen 2 bis 4 kennzeichnet: rot, gelb oder grün. Sie hat 80 mm Durchmesser und klebt innen an der Windschutzscheibe.
Warum das für Händler zählt: Die Ausgabestelle trägt das Kennzeichen des Fahrzeugs ein – nach einem Kennzeichenwechsel passt die alte Plakette nicht mehr.
Beispiel / Abgrenzung: Abgrenzung: Die Stempelplakette sitzt auf dem Kennzeichenschild und gehört zur Zulassung; die Umweltplakette nicht.
Mehr dazu: Umweltplakette (Feinstaubplakette): Was Händler bei der Zulassung beachten · Umschreibung online: Gebrauchtwagen digital auf den Käufer ummelden
Wechselkennzeichen
Ein Kennzeichen für 2 Fahrzeuge desselben Halters aus der gleichen Fahrzeugklasse M1, L oder O1. Es besteht aus einem gemeinsamen und einem fahrzeugbezogenen Teil und darf zur selben Zeit nur an 1 Fahrzeug geführt werden.
Warum das für Händler zählt: Das Fahrzeug ohne vollständiges Kennzeichen darf auf öffentlichen Straßen weder fahren noch abgestellt werden.
Beispiel / Abgrenzung: Abgrenzung: Ein Wechselkennzeichen darf nicht als Saisonkennzeichen ausgeführt werden.
Mehr dazu: Wechselkennzeichen: ein Kennzeichen für zwei Fahrzeuge · Kennzeichen im digitalen Zulassungsvorgang: eigene Presse oder Bestellung mit Versand
Kurzzeitkennzeichen
Ein Kennzeichen für Probe- und Überführungsfahrten eines nicht zugelassenen Fahrzeugs (§ 42 FZV). Die Erkennungsnummer beginnt mit 03 oder 04; es gilt bis zum Ablauf des fünften Tages nach der Zuteilung und nur für dieses eine Fahrzeug.
Warum das für Händler zählt: Oft wird es nur für die Überführung zum Kunden beantragt – eine digitale Zulassung macht diese Fahrt überflüssig.
Beispiel / Abgrenzung: Abgrenzung: Das rote Kennzeichen (06) ist zur wiederkehrenden Verwendung an wechselnden Fahrzeugen bestimmt.
Mehr dazu: Kurzzeitkennzeichen oder rotes Kennzeichen: Was Händler für Probe- und Überführungsfahrten brauchen
Rotes Kennzeichen (06)
Ein Kennzeichen zur wiederkehrenden betrieblichen Verwendung für Prüfungs-, Probe- und Überführungsfahrten (§ 41 FZV). Es wird zuverlässigen Kfz-Händlern, Werkstätten und Herstellern zugeteilt; die Erkennungsnummer beginnt mit 06.
Warum das für Händler zählt: Für jedes Fahrzeug ist vor der ersten Fahrt eine eigene Seite des Fahrzeugscheinheftes auszufüllen.
Beispiel / Abgrenzung: Abgrenzung: Das Kurzzeitkennzeichen gilt nur für ein einziges Fahrzeug und nur wenige Tage.
Mehr dazu: Kurzzeitkennzeichen oder rotes Kennzeichen: Was Händler für Probe- und Überführungsfahrten brauchen
Ausfuhrkennzeichen
Das Kennzeichen für ein Fahrzeug, das auf eigener Achse dauerhaft ins Ausland fährt (§ 45 FZV). Die Zulassung ist auf die Dauer der Haftpflichtversicherung befristet, längstens auf 1 Jahr; das Ablaufdatum steht auf dem Schild.
Warum das für Händler zählt: Wird das Fahrzeug verladen, genügt die Abmeldung – und die geht digital.
Beispiel / Abgrenzung: Beispiel: Export per Lkw oder Container – Abmeldung mit Angabe „Export“ statt Ausfuhrkennzeichen.
Mehr dazu: Ausfuhrkennzeichen: Fahrzeuge exportieren – was Händler wissen müssen · Kfz-Abmeldung online: Fahrzeuge digital außer Betrieb setzen – für Händler und Flotten
Wohnsitzwechsel (Adressänderung)
Die Verlegung des Wohnsitzes oder Sitzes des Halters. Sie ist der Zulassungsbehörde unverzüglich mitzuteilen (§ 15 FZV); beim Umzug in einen anderen Zulassungsbezirk kann das bisherige Kennzeichen weitergeführt werden.
Warum das für Händler zählt: Online ersetzt der Sicherheitscode die Vorlage der Zulassungsbescheinigung Teil I; die Entscheidung genügt bis zu 10 Tage als Nachweis.
Beispiel / Abgrenzung: Abgrenzung: Beim Halterwechsel ändert sich die Person, beim Wohnsitzwechsel nur die Anschrift.
Mehr dazu: Adressänderung nach Umzug: Fahrzeug online ummelden · Umschreibung online: Gebrauchtwagen digital auf den Käufer ummelden
Verwertungsnachweis
Der Nachweis, dass ein Fahrzeug der Klasse M1, N1 oder L5e einer anerkannten Stelle zur Verwertung überlassen wurde. Er wird bei der Außerbetriebsetzung vorgelegt.
Warum das für Händler zählt: Fehlt er, bietet die Behörde die Papiere mit einer Frist von 4 Wochen auf; danach endet die Zulassung.
Beispiel / Abgrenzung: Abgrenzung: Wird das Fahrzeug nur exportiert, genügt die Abmeldung mit Angabe „Export“.
Mehr dazu: Verwertungsnachweis: Auto verschrotten und richtig abmelden
Grünes Kennzeichen
Ein Kennzeichen mit grüner Beschriftung auf weißem Grund für Fahrzeuge, deren Halter von der Kraftfahrzeugsteuer befreit ist. 7 Gruppen sind ausgenommen, etwa Behördenfahrzeuge.
Warum das für Händler zählt: Im internetbasierten Verfahren ist es nicht aufgeführt – der Antrag läuft über die Zulassungsbehörde.
Beispiel / Abgrenzung: Abgrenzung: Das E-Kennzeichen kennzeichnet den Antrieb, das grüne Kennzeichen die Steuerbefreiung.
Mehr dazu: Grünes Kennzeichen: Kennzeichen für steuerbefreite Fahrzeuge
Großkunde (KBA)
Eine juristische Person des Privatrechts, die jährlich regelmäßig mehr als 500 Anträge stellt und beim Kraftfahrt-Bundesamt registriert ist. Sie reicht Anträge über die Großkundenschnittstelle ein.
Warum das für Händler zählt: Die Registrierung bringt Pflichten: Gebühren unverzüglich begleichen, Kennzeichen reservieren, für Vertragspartner haften.
Beispiel / Abgrenzung: Beispiel: Ein Autohaus unter der Schwelle nutzt einen bereits angebundenen Dienst.
Mehr dazu: Großkunde beim KBA werden: Voraussetzungen, Angaben und Pflichten · i-Kfz für Unternehmen und Händler: Portal, Großkundenschnittstelle oder Dienst
Prüfziffer (HU-Bericht)
Eine nach einem Prüfziffernverfahren generierte Zeichenfolge auf dem Bericht über die Hauptuntersuchung. Mit ihr wird die Untersuchung im Online-Verfahren verifiziert.
Warum das für Händler zählt: Alternative zum Abruf der HU-Frist aus dem Zentralen Fahrzeugregister.
Beispiel / Abgrenzung: Eingegeben werden zusätzlich das Datum der letzten Untersuchung, die nächste Frist und die Prüfstelle.
Mehr dazu: Zulassung ohne HU: Was bei abgelaufener Hauptuntersuchung möglich ist · HU-Fristen: Wann ist die Hauptuntersuchung für welches Fahrzeug fällig?
GebOSt (Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr)
Die bundesweite Gebührenordnung für Zulassungsvorgänge. Sie nennt je Vorgang eine Gebühr am Schalter und eine niedrigere internetbasierte Gebühr.
Warum das für Händler zählt: Beispielwerte: Zulassung 30,00 Euro am Schalter und 12,80 Euro online; Abmeldung 15,90 Euro und 2,10 Euro.
Beispiel / Abgrenzung: Abgrenzung: Die Servicegebühr eines Zulassungsdienstes kommt zur amtlichen Gebühr hinzu.
Mehr dazu: Zulassungsgebühren: amtliche Gebühren am Schalter und online im Vergleich
Kennzeichenreservierung
Die Vorwegzuteilung oder Reservierung einer Erkennungsnummer bei der Zulassungsbehörde. Sie kostet 2,60 Euro; nach einer Abmeldung ist sie für längstens 12 Monate möglich.
Warum das für Händler zählt: Mit reserviertem Kennzeichen sind Fahrten zur Zulassung oder Hauptuntersuchung mit ungestempelten Schildern erlaubt.
Beispiel / Abgrenzung: Großkunden müssen stets eine ausreichende Anzahl von Kennzeichen reservieren.
Mehr dazu: Kennzeichen reservieren: Dauer, Gebühr und Regeln für Wunschkennzeichen
Selbstfahrervermietfahrzeug
Ein Fahrzeug, das ohne Gestellung eines Fahrers gewerbsmäßig vermietet wird. Die Verwendung ist der Zulassungsbehörde anzuzeigen und wird in der Zulassungsbescheinigung Teil I eingetragen.
Warum das für Händler zählt: Die Hauptuntersuchung ist alle 12 Monate fällig, wenn das Fahrzeug nicht für den Mieter zugelassen ist.
Beispiel / Abgrenzung: Die Anzeige entfällt bei einem Mietvertrag über mindestens 1 Jahr.
Mehr dazu: Mietwagen und Taxi zulassen: Verwendung anzeigen und Fristen einhalten
CoC (Übereinstimmungsbescheinigung)
Das Dokument, das nachweist, dass ein Fahrzeug einem Typ mit EU-Typgenehmigung entspricht. Es wird bei der Erstzulassung gebraucht.
Warum das für Händler zählt: Online wird die Vorlage durch die Verifizierung über die Zentrale Datenbank beim Kraftfahrt-Bundesamt ersetzt.
Beispiel / Abgrenzung: Abgrenzung: Bei nationaler Typgenehmigung genügt die Datenbestätigung.
Mehr dazu: CoC (Übereinstimmungsbescheinigung): der Nachweis bei der Erstzulassung
Häufige Fragen zur digitalen Kfz-Zulassung
Was ist der Unterschied zwischen Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II?
Welche Papiere brauche ich für welchen Vorgang?
Was bedeutet QES bei der Vollmacht?
Brauche ich als Autohaus die Großkundenschnittstelle?
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Zevra ist die B2B-Plattform für die digitale Kfz-Zulassung von Autohäusern, Zulassungsdiensten und Flotten: Vorgänge werden im Händlerportal erfasst, per Vollmacht mit qualifizierter elektronischer Signatur bundesweit eingereicht – ab 10 € je Zulassung, ohne Grundgebühr und ohne Mindestvolumen.