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i-Kfz Stufe 4: Was ist neu – und was bedeutet das für Autohäuser?

Kurz beantwortet: i-Kfz Stufe 4 ist die Ausbaustufe der internetbasierten Fahrzeugzulassung, mit der seit September 2023 erstmals auch juristische Personen online zulassen können. Neu sind außerdem die Tageszulassung, die sofortige Inbetriebsetzung mit einem 10 Tage gültigen vorläufigen Nachweis und die vollautomatische Entscheidung. Bei Zevra nutzen Autohäuser diese Vorgänge ab 10 € je Zulassung, ohne eigene Anbindung.

Die folgenden Punkte stammen aus der Übersicht des Bundesverkehrsministeriums «Was ist neu mit i-Kfz Stufe 4?» – ergänzt um das, was sie im Tagesgeschäft eines Autohauses bedeuten.

Zevra ist die B2B-Plattform für die digitale Kfz-Zulassung von Autohäusern, Zulassungsdiensten und Flotten: Vorgänge werden im Händlerportal erfasst, per Vollmacht mit qualifizierter elektronischer Signatur bundesweit eingereicht – ab 10 € je Zulassung, ohne Grundgebühr und ohne Mindestvolumen.

Stand: · Zevra-Redaktion · Fachlich geprüft von Mohamed Gabal, Inhaber

i-Kfz Stufe 4: Was ist neu – und was bedeutet das für Autohäuser?

Was ist neu mit i-Kfz Stufe 4?

ThemaVor Stufe 4Mit Stufe 4
Juristische Personennicht online möglichErstzulassung, Umschreibung, Wiederzulassung und Außerbetriebsetzung über die i-Kfz-Portale; große Mengen über die Großkundenschnittstelle (GKS)
Tageszulassungnicht online möglichonline möglich – im i-Kfz-Portal und über die GKS
Sofortige Inbetriebsetzungnicht online möglichTeilnahme am Straßenverkehr direkt nach dem Bescheid, mit vorläufigem Nachweis, 10 Tage gültig
Automatisierungnicht durchgängigErstzulassung, Wiederzulassung, Umschreibung ohne Kennzeichenmitnahme und Tageszulassung werden vollständig automatisiert entschieden
Sonderkennzeichennicht online möglichE-Kennzeichen, Saisonkennzeichen und – wenn das Fahrzeug schon eines hatte – H-Kennzeichen
Identifizierungnur elektronischer Identitätsnachweiszusätzlich BundID mit ELSTER-Zertifikat; für juristische Personen das Unternehmenskonto BUND mit ELSTER-Zertifikat

Was bedeutet die Vollautomatisierung für abgelehnte Anträge?

In Stufe 4 wird ein Antrag mit Hindernissen nicht mehr zur manuellen Prüfung an die Zulassungsbehörde weitergeleitet. Abgelehnt wird laut Ministerium, wenn die Daten nach dreimaliger Korrekturaufforderung nicht validiert werden können.

Der Antragsteller erhält eine Rechtsbehelfsbelehrung und den Hinweis, dass er den Antrag vor Ort bei der zuständigen Behörde erneut stellen kann. Für den Handel heißt das: Die Daten müssen beim ersten Einreichen stimmen – Sicherheitscode, eVB-Nummer und Halterdaten.

Wie läuft die sofortige Inbetriebsetzung ab?

  1. Nach der Bekanntgabe des Zulassungsbescheids wird ein vorläufiger Nachweis bereitgestellt.
  2. Er gilt 10 Tage ab Abruf, Feiertage eingeschlossen.
  3. Die Zulassungsbehörde versendet die Unterlagen innerhalb von sechs Tagen nach Beantragung per Post.
  4. Nach Erhalt werden die Plaketten angebracht; die Zulassungsbescheinigung Teil I ist mitzuführen.

Welche Rolle spielt die Großkundenschnittstelle?

Über die GKS des Kraftfahrt-Bundesamts können juristische Personen viele Anträge gleichzeitig einreichen. Die GKS prüft die Anträge und leitet fehlerfreie Anträge zur vollautomatisierten Entscheidung an die i-Kfz-Portale weiter.

Ist ein Portal im Ausnahmefall nicht erreichbar, gehen die Anträge zur teilautomatisierten Bearbeitung an die zuständige Zulassungsbehörde. Die eigene Registrierung setzt regelmäßig über 500 Zulassungsanträge pro Jahr voraus.

Was heißt das für ein Autohaus ohne eigene Anbindung?

Ein Autohaus kann Stufe 4 auf zwei Wegen nutzen: selbst im i-Kfz-Portal der jeweils zuständigen Behörde mit dem Unternehmenskonto – oder über einen angebundenen Dienst.

Bei Zevra erfassen Sie den Vorgang im Händlerportal; Ihr Kunde erteilt die Vollmacht mit qualifizierter elektronischer Signatur. Preise: 10 € je Zulassung, Abmeldung 2 €, zzgl. amtlicher Gebühren und USt.

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Quellen: Bundesministerium für Verkehr: Was ist neu mit i-Kfz Stufe 4? · Bundesministerium für Verkehr: Internetbasierte Fahrzeugzulassung – So funktioniert i-Kfz · Kraftfahrt-Bundesamt: Großkundenschnittstelle – Registrierung

Antworten auf häufige Fragen

Seit wann gilt i-Kfz Stufe 4?
Seit September 2023 stehen die i-Kfz-Portale laut Bundesverkehrsministerium auch juristischen Personen offen.
Was ist der Unterschied zwischen i-Kfz Stufe 3 und Stufe 4?
Mit Stufe 4 kamen die Anbindung juristischer Personen, die Tageszulassung, die sofortige Inbetriebsetzung, ausgewählte Sonderkennzeichen und die vollautomatische Entscheidung hinzu.
Wie lange gilt der vorläufige Zulassungsnachweis?
10 Tage ab Abruf, Feiertage eingeschlossen.
Braucht man für die Abmeldung eine Identifizierung?
Nein. Für die Außerbetriebsetzung ist laut Ministerium keine Identifizierung nötig; der Halter erhält anschließend ein Informationsschreiben per Post.
Kann ein H-Kennzeichen online beantragt werden?
Ja, sofern das Fahrzeug bereits ein Oldtimerkennzeichen hatte.