Für den Kfz-Betrieb ist das rote Kennzeichen das Werkzeug für Fahrten ohne Zulassung. Diese Seite fasst zusammen, was § 41 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung dazu vorschreibt.
Zevra ist die B2B-Plattform für die digitale Kfz-Zulassung von Autohäusern, Zulassungsdiensten und Flotten: Vorgänge werden im Händlerportal erfasst, per Vollmacht mit qualifizierter elektronischer Signatur bundesweit eingereicht – ab 10 € je Zulassung, ohne Grundgebühr und ohne Mindestvolumen.
Stand: · Zevra-Redaktion · Fachlich geprüft von M. Gabal, Inhaber
Wofür darf das rote Kennzeichen verwendet werden?
Ein nicht zugelassenes Fahrzeug darf mit rotem Kennzeichen in Betrieb gesetzt werden für:
- Prüfungsfahrten, Probefahrten und Überführungsfahrten,
- eine notwendige Fahrt zum Tanken und zur Außenreinigung anlässlich einer solchen Fahrt,
- eine notwendige Fahrt zur Reparatur oder Wartung des Fahrzeugs.
Voraussetzung ist eine Kfz-Haftpflichtversicherung. Eine Typgenehmigung oder Einzelgenehmigung braucht das Fahrzeug für diese Fahrten nicht.
Wer bekommt ein rotes Kennzeichen?
Die Zulassungsbehörde kann es zuteilen an zuverlässige
- Kraftfahrzeughersteller und Kraftfahrzeugteilehersteller,
- Kraftfahrzeugwerkstätten,
- Kraftfahrzeughändler,
- Hersteller zulassungspflichtiger Anhänger.
Die Zuteilung erfolgt befristet oder widerruflich zur wiederkehrenden betrieblichen Verwendung, auch an unterschiedlichen Fahrzeugen. Die Erkennungsnummer besteht nur aus Ziffern und beginnt mit 06.
Was muss ins Fahrzeugscheinheft?
| Angabe | Zeitpunkt |
|---|---|
| Beschreibung des Fahrzeugs auf einer eigenen Seite | vor Antritt der ersten Fahrt, vollständig und in dauerhafter Schrift |
| Verwendetes rotes Kennzeichen, Datum und Beginn der Fahrt | vor Fahrtantritt |
| Fahrzeugführer mit Anschrift | vor Fahrtantritt |
| Fahrzeugklasse, Hersteller und Fahrzeug-Identifizierungsnummer | vor Fahrtantritt |
| Ende der Fahrt und Fahrtstrecke | auch unverzüglich nach Fahrtende |
Das Heft ist bei jeder Fahrt mitzuführen. Die Aufzeichnungen bewahrt der Inhaber 1 Jahr nach Erstellung auf und händigt sie auf Verlangen zur Prüfung aus.
Wann muss das rote Kennzeichen zurück zur Behörde?
Der Inhaber legt Schild und Fahrzeugscheinheft unverzüglich zur Entwertung vor, wenn
- die Frist abgelaufen ist, für die das Kennzeichen zugeteilt wurde,
- er das Kennzeichen nicht mehr benötigt,
- er Wohnsitz oder Sitz in einen anderen Zulassungsbezirk verlegt.
Was gilt für Saison- und Wechselkennzeichen?
Ein Fahrzeug mit Saisonkennzeichen darf außerhalb des Betriebszeitraums mit rotem Kennzeichen bewegt werden, wenn das Saisonkennzeichen nicht gleichzeitig geführt wird. Für Wechselkennzeichen gilt Entsprechendes: Es darf weder vollständig noch in Teilen gleichzeitig am Fahrzeug sein.
Wie wird das rote Kennzeichen angebracht?
Ein rotes Kennzeichen muss nicht fest angebracht sein. § 29 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung über die Hauptuntersuchung ist nicht anzuwenden.
Technische Prüfstellen, benannte Technische Dienste und anerkannte Überwachungsorganisationen erhalten für Prüfungsfahrten rote Kennzeichen, deren Erkennungsnummer mit 05 beginnt.
Was bedeutet das für den Handel?
Rote Kennzeichen teilt allein die Zulassungsbehörde zu. Änderungen der eigenen Daten meldet der Inhaber ihr unverzüglich und legt dabei das Fahrzeugscheinheft vor.
Bei Zevra reichen Händler die Zulassung des verkauften Fahrzeugs digital ein. Sie kostet ab 10 € je Vorgang, die Abmeldung 2 € netto, zuzüglich amtlicher Gebühren.
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- Versand der Unterlagen durch die Behörde: innerhalb von 6 Tagen
- Digitale Abmeldung: Papiere ab dem 01.01.2015
- Digitale Zulassung: Papiere ab dem 01.01.2018
- Zulassung bei Zevra: 10 € netto
- Abmeldung bei Zevra: 2 € netto · Grundgebühr: 0 €
Fristen und Stichtage laut: Bundesministerium für Verkehr
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Quellen: Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) § 41 – Prüfungsfahrten, Probefahrten und Überführungsfahrten mit rotem Kennzeichen · Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) Anlage 13 – Fahrzeugscheinheft für Fahrzeuge mit rotem Kennzeichen · Quellenverzeichnis · FZV-Paragrafen § 41